Frühes Fremdsprachenlernen – das besondere Bildungskonzept
Wir wollen mit unserer Kindertagesstätte einen Beitrag leisten, Mehrsprachigkeit mit neuen modernen Möglichkeiten und damit auch die Bildung der Kinder besonders zu fördern. Durch eine kindgerechte Sprachvermittlung in der Kita Wltenbummler wollen wir für den Spracherwerb das so günstige frühe Lebensalter nutzen und insgesamt die Möglichkeit anbieten die Lernzeit für Sprachen zu verlängern. Sprachen werden für persönliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten immer wichtiger. Die Fremdsprachenvermittlung und Arbeit in unserer Kita richtet sich nach dem Immersionsprinzip und ist als stress- und zwangslose Methode, Fremdsprachen  besonders früh zu lernen, geeignet. IMMERSION bedeutet so viel wie in die Sprache, das Lebensgefühl und die Kultur „einzutauchen“ und von der Fremdsprache umgeben sein. Deshalb wollen wir mit englischen, spanischen, französischen und deutschen MuttersprachlerInnen in der Kita arbeiten.

Wie arbeiten wir mit den Fremdsprachen in der Kindertagesstätte?
Unsere  mehrsprachige Kindertagesstätte ist eine Einrichtung, die nach den allgemeinen gültigen Richtlinien geführt werden soll. Die Bildung und Erziehung der Kinder orientiert sich verbindlich an den Prinzipien des Bildungsprogramms für Kindertageseinrichtungen in Sachsen – Anhalt „Bildung Elementar“. Das frühe Fremdsprachen Lernen soll als eine zusätzliche Unterstützung der Entwicklung der Kinder auf ganz natürliche Weise, nach dem Immersionsprinzip angeboten werden. Eine Fremdsprache zu lernen ist meist noch verbunden mit dem Erlernen von Vokabeln und grammatischen Regeln. Bei dem Prinzip der Immersion ist dies nicht das zentrale Thema,
sondern stellt ein natürliches in den Alltag eingebundenes Lernen dar. Die Kommunikation bekommt einen höheren Stellenwert.  In den Kindergartengruppen gilt das Prinzip jeweils eine Person – eine Sprache, das bedeutet, dass die MuttersprachlerInnen konsequent in ihrer Muttersprache mit den Kindern kommunizieren. Zentraler Punkt ist die Vermittlung im Zusammenhang, die sogenannte  „Kontextualisierung“. Die Sprache wird in die Handlung eingebunden, was man sagt wird mit Gestik, Mimik, Zeigen und Handlungen unterstützt. Die fremdsprachige Erziehungskraft muss jedoch so gut Deutsch verstehen, dass die Kinder sich mit ihrem Anliegen auf deutsch an sie wenden können. Die Kinder erhalten das Gefühl und damit die Sicherheit, dass sie verstanden werden und sich mit ihren Wünschen und Bedürfnissen anvertrauen können. In der Kindertagesstätte wird kein Kind gezwungen die jeweilige Fremdsprache zu sprechen oder an den in der Fremdsprache geführten Angeboten teilzunehmen. Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit, auf die in Deutsch geführten Aktivitäten ausweichen zu können. Immersion ist damit kindgerecht und erfolgreich.

Pädagogischer Ansatz
In unserer Kindertagesstätte werden wir nach dem Lebensbezogenen Ansatz nach Prof. Dr. Norbert Huppertz arbeiten. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht die Lebenswelt der Kinder, bezogen auf alles Leben in der Welt. Der Lebensbezogene Ansatz ist ein Bildungsansatz. Die Methode beschreibt das Erleben, das sich Bilden über die Begegnung mit dem Natürlichen vor Ort. Der tägliche Ablauf, die Bildungsangebote und das interkulturelle Erleben durch Projekte und Höhepunkte sind Bildungsgegenstände unserer  Einrichtung.  Wir wollen die Kinder bestmöglich auf das Leben und die Schule vorbereiten und sie zum Weltbürgertum erziehen. Kontakt zur Schule und zum „Leben“ um die Kita herum sind für uns selbstverständlich. Innerhalb der Einrichtung arbeiten wir mit diesem Ansatz in Verbindung mit dem besonderen Fremdsprachenkonzept und der Immersionsmethode eher gruppenorientiert. Damit wird  gewährleistet, dass die Kinder mindestens zu 50% in die entsprechende Fremdsprache durch den zuständigen Native Speaker   „eintauchen“ können und dieser mit den Kindern als Bezugsperson arbeiten kann. Gruppenübergreifende Erfahrungen machen die Kinder trotzdem, durch Angebote beim Aufenthalt im Freien, bei Projekten oder auch beim Einnehmen der Mahlzeiten im Kinderrestaurant oder auf ihrer entsprechenden Etage.

Kapazität/Gruppenaufteilung
Die Kapazität der Kita beträgt 180 Plätze. Die Kinder werden in verschiedenen Gruppen über drei Etagen betreut und das Gebäude stellt die Räume so zur Verfügung, dass diese der Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern im Alter von 0-6 Jahren dienen. Folgende Gruppenaufteilung wird angeboten:
– 4 Krippengruppengruppen (bis ca. 3. Lebensjahr)
– 4 Kindergartengruppen, (von ca. 3 -6. Lebensjahr) Sprachgruppen

Elternarbeit/Partnerschaft mit Eltern
Für die Mitarbeiter sind alle Eltern willkommene Gäste in der Einrichtung. Die Zusammenarbeit mit den Eltern wird bei uns groß  geschrieben. Dabei ist für uns eine Partnerschaft wichtig, die Eltern als die Experten ihrer Kinder betrachtet und berücksichtigt. Wir sehen uns dabei als Fachleute, die auch bei Bedarf den Eltern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Kindertagesstätte und die Familie sollen sich ergänzen. Die Angebote der Zusammenarbeit mit den Eltern sollen vielfältig sein:
– tägliche Gespräche
– Elternversammlungen
– Elterngespräche zur Entwicklung des Kindes
– Elternseminare zu verschiedenen Themen und zum Arbeiten mit dem Mehrsprachigen Konzept, zur Immersionsmethode, zum Fremdsprachenlernen ihrer Kinder
– Elternsprechzeiten mit der Leiterin (Anmeldungen, Beiträge, Abläufe, Eingewöhnungen,…)
– gemeinsame Feiern, Höhepunkte und Projekte vorbereiten und durchführen
– Großelterntage
– Arbeitseinsätze und die
– Zusammenarbeit mit dem Elternkuratorium (bestehend aus den gewählten Elternvertretern)