Unsere Kita Reidekäfer  hat die Aufgabe, die ganzheitliche Entwicklung jedes Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern. Die Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder ist deshalb ein Grundsatz, welche sich an den vielfältigen Bedürfnissen der Kinder und ihren Familien orientieren.

Bildungsarbeit
Aus der Fülle kindlicher Bildungsprozesse, den gesetzlichen Zielvorgaben und unseres pädagogischen Ansatzes, der Reggio-Pädagogik  formulieren wir Leitziele für unsere konzeptionelle Arbeit.
Unsere Aufgabe als Erzieherin und Erzieher ist es, Kindern reichhaltige Erfahrungsmöglichkeiten anzubieten, Schlüsselkompetenzen zu fördern und ihnen ein lebenslanges Lernen zu ermöglichen, da wir frühkindliche Bildung als „Selbstbildung“  verstehen.
Unsere pädagogische Arbeit wird geleitet von der Haupttätigkeit der uns anvertrauten Kinder – dem Spiel.

„Jedes Kind ist eigenständig, einzigartig und unverwechselbar. Es hat bei uns die Möglichkeit sich die Welt auf seine Weise anzueignen.“
(Leitsatz des Landesbildungsprogrammes „Bildung:elementar. Bildung von Anfang an.“)

Wir Erzieher ermöglichen den Kindern Bildung, begleiten ihr Aufwachsen und fördern ihre Entwicklung ganzheitlich. Wir wollen keine Belehrungspädagogik, sondern eine dem Entwicklungsstand der Kinder gemäße Lernpädagogik praktizieren. Dabei orientieren wir uns an der Reggio-Pädagogik, die die neuere Lern-, Entwicklungs- und Sozialisationstheorie zum Beispiel Piagets, Bruners oder Watzlawicks integriert.

Leitsätze
Wir sind offen, für Kinder und Familien jeder Herkunft, jeder Kultur, jeder Sprache, jedem biografischen Hintergrund, jeder körperlichen oder seelischen Voraussetzung.
Wir möchten, dass die Kinder sich bei uns sicher und geborgen fühlen und in uns Erzieherinnen enge Vertrauenspersonen sehen, die für ihre Bedürfnisse, Sorgen und für persönliche Wünsche jederzeit da sind.
Wir nehmen die Kinder ernst und sind aufmerksam für die Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle.
Wir möchten Vorbild sein und sorgen in unserer Kita für ein Klima, das von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist.
Wir möchten, dass unsere Kinder ein demokratisches, solidarisches und tolerantes  Bewusstsein erlangen und dieses im Alltag erleben.
Wir möchten durch Beobachtung herauszufinden, welche Fragen und Probleme die Kinder beschäftigen.
Wir möchten, jedem Kind seinen Raum und seine Zeit bieten, jede Entwicklungsstufe auszuleben, um den nächsten Schritt zu wagen.
Wir möchten, dass unsere Kinder möglichst viele Entscheidungen eigenverantwortlich und selbständig treffen können, um so ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen.
Wir möchten jedes Kind ermutigen, sich in der Welt zurechtzufinden, um gern in der Gemeinschaft zu leben.
Wir möchten Raum für selbstständiges Erkunden, Experimentieren und Gestalten bieten, um den Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu unterstützen.
Wir möchten, dass unsere Kinder eine positive und gesunde Einstellung zu ihrer Umwelt entwickeln und die Abhängigkeit „Natur-Umwelt“ verstehen lernen.
Wir möchten, dass unsere Kinder gut vorbereitet den Übergang von der Kindertagesstätte zur Schule bewältigen, den Leistungsanforderungen selbstbewusst begegnen können und mit Freude auf ihre neuen Aufgaben zugehen.
Wir möchten, im Interesse unserer Kinder, dass eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern entsteht, um einen gemeinsamen Dialog zu finden und die Qualität unserer Arbeit voranzubringen.
Wir unterstützen uns gegenseitig im Team, nutzen Potentiale und Ressourcen der Kollegen und fördern diese. Für einen gesunden Betriebsfrieden und psychische Hygiene arbeiten wir regelmäßig zur Teamentwicklung (Teamtage, Supervision, Teamberatung).

Gruppen, Altersstruktur, Kapazitäten
Unsere Kinder von 0 Jahren bis zum Schuleintritt sind in 4 Gruppen aufgeteilt. Wir verfügen über eine Gesamtkapazität von 86 Kindern.
– Gruppe I „Spatzennest“: Krippengruppe von 0-3 Jahren, Kapazität bis 25 Kinder
– Gruppe II „Wühlmäuse“: altersgemischte Gruppe, 2-6 Jahren, Kapazität bis 22 Kinder
– Gruppe III „Igelkinder“: altersgemischte Gruppe, 2-6 Jahren, Kapazität bis 22 Kinder
– Gruppe IV „Hoppelhasen“: altersgemischte Gruppen, 2-6 Jahren, Kapazität bis 22 Kinder

Eingewöhnung
Voraussetzungen für eine gute und kurze Eingewöhnungsphase ist ein intensives Gespräch mit den Eltern, um individuell auf die persönlichen Neigungen und Gepflogenheiten eines jeden einzelnen Kindes eingehen zu können. Ein erster Schritt ist der Besuch unserer monatlichen Krabbelstunde, dem „Kükennest“ in der erste Eindrücke gewonnen werden. Hier lernen Kinder und Eltern die Erzieherinnen der Gruppe kennen und knüpfen erste Kontakte. Dieses Angebot besteht auch für Kinder und Eltern, die nicht in unsere Einrichtung kommen.

Die Eingewöhnungsphase unterteilt sich in zwei Abschnitte:
1. Abschnitt:
– die Eltern begleiten das Kind für 1-2 Stunden bei einem Erkundungsbesuch in der jeweiligen Gruppe
– das Kind wird von der Erzieherin beobachtet und eine erste Kontaktaufnahme erfolgt
– langsam ziehen sich die Eltern zurück, bleiben aber für das Kind erreichbar

2. Abschnitt
– die Dauer des Aufenthaltes verlängert sich auf 3-4 Stunden
– die Rolle der Erzieherin verstärkt sich
– die Erzieherin fördert den Kontakt mit den anderen Kindern

Die Erzieherin unterstützt die Eingewöhnungsphase durch eine besonders liebevolle Zuwendung und die Schaffung einer harmonischen und familienähnlichen Atmosphäre. Sie nutzt hierbei das Neugierverhalten der Kinder. Ziel ist es für uns, den Kindern den Trennungsschmerz schnell überwinden zu lassen und uns schnell als neue Bezugsperson zu akzeptieren. Eine kleine Begrüßungsfeier baut Ängste ab und zeigt dem Kind, dass es willkommen ist.

Eine weitere Form der Eingewöhnung ist die Integration der Kinder, welche das Kindergartenalter (3 Jahre) erreicht haben und von zu Hause oder einer anderen Einrichtung zu uns kommen. Hier wird von uns Erzieherinnen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und offenes Zugehen auf die Kinder erwartet. Oft bleibt diesen Kindern keine längere Phase der Eingewöhnung, auch sind die künftigen Kinder und Bezugspersonen für sie vollkommen fremd. Es hängt von uns ab, wie schnell sich diese Kinder bei uns geborgen fühlen. Eine gute Vorbereitung der Kinder der Gruppe auf das neue Kind erleichtert hierbei vieles. Das intensive Gespräch mit den Eltern bildet den Grundstein und ermöglicht ein intensives Eingehen auf die Besonderheiten und Bedürfnisse der neuen Kinder.

Elternarbeit/Elternkuratorium
Eine qualitativ gute pädagogische Arbeit erreichen wir nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, d.h. diese nicht außen vorzulassen, sondern sie aktiv mit in alle Bereiche einzubeziehen. Unseren Auftrag „familienbegleitende pädagogische Arbeit zu leisten“ erreichen wir nur, wenn wir den unmittelbaren Kontakt zu den Eltern suchen.
Der erste Schritt geht dabei von uns Erzieherinnen aus. Das bedeutet offen sein für Probleme, Gesprächsbereitschaft zeigen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen. Unser Anliegen ist es, Ideen und Anregungen von den Eltern in die tägliche Arbeit einfließen zu lassen und ihnen zu zeigen, dass ihre Mitarbeit gefragt ist und auch etwas bewirkt. Durch die Einbeziehung der Eltern in den Kindergartenalltag soll es gelingen, unsere Arbeit transparent zu machen und gleichzeitig eine Orientierung an der Lebenssituation der Familien zu gewinnen. Es gibt uns als Team die Möglichkeit, in den Dialog mit den Eltern zu treten. Nur ein Aufeinander zugehen zeigt uns Wege der Verständigung zwischen Eltern und Erzieherinnen.
Es findet eine stetige Konzeptionsentwicklung unter Einbeziehung der Vorstellungen, Anregungen und Wünsche der Eltern statt (u.a. durch ständigen Kontakt zu Elternvertretung). Bei größeren Vorhaben wird die Meinung der Eltern eingeholt und Veränderungen kommuniziert.

Unsere Methoden zur Elternarbeit:
– intensives Aufnahmegespräch mit der Leiterin und der künftigen Erzieherin: vor jeder Aufnahme
– das „Tür- und Angelgespräch“: täglich
– „Kükennest“, Krabbelstunde für interessierte Eltern: jeden letzten Donnerstag im Monat
– Gruppen-Elternabende: zweimal im Jahr
– Kreativ-Elternabende: zweimal im Jahr
– Elternbildung, thematische Elternabende zu aktuell interessanten Themen der Eltern: zweimal im Jahr
– Entwicklungsgespräche (Termine werden individuell mit den jeweiligen Erzieherinnen abgesprochen): mindestens einmal pro Jahr pro Kind
– Eltern erhalten Informationen über aktuelle Themen und Vorhaben in Form von Elterntafeln oder Elternbriefen: regelmäßig
– Aus jeder Gruppe werden periodisch wenigstens zwei Elternvertreter gewählt: alle zwei Jahre
– Beratung mit den Elternvertretern: jeden ersten Donnerstag im Quartal
– Durch die Kita-Zeitung „Mittwochsblatt“ werden die Eltern vierzehntägig über aktuelle Projekte und Vorhaben  aus den Gruppen und aus der Einrichtung informiert.
– Die Eltern haben jederzeit die Möglichkeit an Projekten wie dem „gesunden Frühstück“ oder dem „Sportfest“, an Ausflügen wie z.B. Theater- oder Museumsbesuchen unterstützend teilzunehmen. Eltern werden eingeladen sich aktiv an allen Festen, Feiern oder Aktionen, wie dem „Frühjahrsputz“ oder „Malerarbeiten“ zu beteiligen.

Elternkuratorium
Das Elternkuratorium ist für uns ein bindendes Glied zwischen dem Träger, der Leitung, den Erzieherinnen und den Eltern. Für das Elternkuratorium wählt die Elternschaft der Kindertageseinrichtung wenigstens zwei Vertreterinnen oder Vertreter, welche unsere Einrichtung für die Dauer von 2 Jahren freiwillig vertreten. Die Elternvertreter haben ein offenes Ohr für Wünsche und Anliegen unserer Eltern und setzen sich für die Belange aller ein. Vierteljährlich oder bei Bedarf findet mit einem Vertreter des Trägers, der Einrichtungsleiterin, ein Austauschgespräch statt. Dieses wird mit dem Träger und dem Team der Einrichtung ausgewertet. Unsere Arbeit ist von Offenheit, gegenseitigem Verständnis, Kritikfähigkeit, ehrlicher Kommunikation und einem fairen Miteinander und Vertrauen geprägt.

Aufgaben des Elternkuratoriums:
– Das Kuratorium hat eine beratende Funktion auf der Grundlage des §§ 13 und 19 des KiFöG:
– Beratung der Grundsätze für die Erziehungs- und Bildungsarbeit
– Beratung der Grundsätze für die Aufnahme in Kindereinrichtungen
– Unterstützung der Bemühungen des Trägers um die erforderlichen räumlichen und sächlichen  Ausstattungen sowie um eine ausreichende und qualifizierte personelle Ausstattung
– Beratung im Rahmen des Anhörungsverfahrens zu den Elternbeiträgen
– Beteiligung im Verfahren zur Beantragung von Ausnahmegenehmigungen und
– Information der Eltern

Die Elternschaft oder die Elternsprecherinnen und Elternsprecher einer Tageseinrichtung können für die Dauer von zwei Jahren aus ihrer Mitte eine Vertreterin oder einen Vertreter für den Gemeinde- oder Stadtelternbeirat wählen, wenn in der Gemeinde oder Stadt mehrere Tageseinrichtungen bestehen.

Aufgaben des Stadtelternbeirates:
– Beteiligung bei allen die Betreuung von Kindern betreffenden Fragen
– Der Stadtelternbeirat wählt sich einen Vorstand und gibt sich eine Geschäftsordnung